Neue Seminarangebote zur DIN EN 15224:2017

Qualitätsmanagementsystem in der Gesundheitsversorgung

Die DIN EN 15224:2017 ist die erste Norm für die Anwendung eines branchenspezifischen Qualitätsmanagementsystems (QMS) in der Gesundheitsversorgung. Anwenden können die Norm zum Beispiel Krankenhäuser, Einrichtungen der medizinischen Grundversorgung, Pflegeheime sowie auch selbstständige, allein praktizierende Angehörige der Heil- oder Gesundheitsberufe. Sie enthält eindeutige Vorgaben für einheitliche Strukturen und Prozesse für die Gesundheitsversorgung auf europäischer und länderübergreifender Ebene.


Basis der DIN EN 15224:2017

Die DIN EN ISO 9001:2015 ist die Basis für die DIN EN 15224:2017. Dies bedeutet, dass die Norm nach der sogenannten High Level Structure (HLS) mit ihren 10 Abschnitten aufgebaut ist, welche auch schon in anderen Normen verwendet wird.
Die Norm kann als Grundlage für eine europaweit anerkannte Zertifizierung angewendet werden.


Branchenspezifische Anforderungen

Neben den schon bekannten Anforderungen wie Kunden-, Prozessorientierung, Identifikation von Risiken und fortlaufende Verbesserung fordert die DIN EN 15224:2017 die Beachtung der elf grundlegenden Qualitätsaspekte. Diese sind aufgrund klinischer Erfahrungen für Organisationen wichtig und beinhalten das Einbeziehen und die Sicherheit des Patienten (Kunde), Wirksamkeit (Tätigkeiten der Gesundheitsversorgung), Effizienz, Kontinuität der Versorgung usw. Es handelt sich hierbei um Anforderungen der Patienten, des klinischen Personals und/oder der Aufsichtsbehörden und Anforderungen der Gesellschaft, die eine Organisation zu betrachten hat.

Auch wird deutlicher auf die verschiedenen Prozesse eingegangen. Klinische Prozesse, Forschungs- und Ausbildungsprozesse für die Gesundheitsversorgung müssen wesentlich stärker betrachtet werden.
Gerade der klinische Prozess als Kernprozess, der somit wertschöpfend ist, sollte daher im P(lan)-D(o)-C(heck)-A(ct)-Kreislauf gesehen werden. Also hier mit der Planung und Durchführung von Behandlungstätigkeiten, der anschließenden Bewertung von Behandlungsergebnissen sowie der Beurteilung des Bedarfs an Gesundheitsversorgung.

Die DIN EN 15224:2017 fordert nicht nur ein risikobasiertes Denken wie in der DIN EN ISO 9001:2015, sondern ein deutlich umfangreicheres klinisches Risikomanagement.
Dies schließt die Bewertung, Behandlung, Übernahme und Kommunikation der Risiken ein. Das Risikomanagement, das einen Schwerpunkt auf die Patientensicherheit innerhalb der gesamten Organisation legt, ist somit ein integrierter Bestandteil des QMS.


Unser Angebot

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Oliver Graus, Dozent/GFQ-Consultant bei der GFQ Akademie GmbH


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