Qualitätsbeauftragter (QMB)
Mit der der zukünftigen DIN EN ISO 9001:2026 ist dieser Lehrgang wichtiger denn je
Die ISO 9001:2026 stärkt Leadership und Qualitätskultur. Erfahren Sie, warum der Qualitätsbeauftragte GFQ als Berater der obersten Leitung wichtiger wird.
Seit der DIN EN ISO 9001:2015 wird ein Qualitätsmanagementbeauftragter (QMB), häufig auch Qualitätsbeauftragter (QB) genannt, nicht mehr ausdrücklich gefordert. Mit der ISO 9001:2026 steht nun die nächste Generation der Norm vor der Tür – und sie zeigt, warum die Kompetenz des QMB weiterhin wichtig ist. Denn Leadership und Qualitätskultur rücken noch stärker in den Mittelpunkt. Die Verantwortung hierfür trägt die oberste Leitung als auch die Führungskräfte.
Bereits mit der DIN EN ISO 9001:2015 hat sich die Rolle des QMB grundlegend verändert. Nach Abschnitt 5.1.1 a) liegt die Rechenschaftspflicht, also eine nicht delegierbare Verantwortung, für die Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems (QMS) bei der obersten Leitung.
Qualitätsmanagement kann damit nicht einfach an einen QMB delegiert werden. Es ist Führungsaufgabe. Doch die Unternehmensleitung benötigt fachkundige Unterstützung bei der Gestaltung und Weiterentwicklung eines wirksamen Qualitätsmanagementsystems. Aus dem klassischen QMB wird damit zunehmend ein Berater der obersten Leitung in Sachen Qualität und QMS.

Mit der kommenden ISO 9001:2026 wird diese Entwicklung fortgesetzt. Die neue Ausgabe legt einen stärkeren Fokus auf Führung, Qualitätskultur und Verantwortung. Diese Themen lassen sich nicht einfach in einer Verfahrensanweisung festlegen. Sie zeigt sich im täglichen Handeln: Wie gehen wir mit Fehlern um? Welchen Stellenwert haben Qualitätsziele bei Entscheidungen? Werden Probleme offen angesprochen und Verbesserungen gefördert? Und vor allem: Wie wird Qualität durch die oberste Leitung und die Führungskräfte vorgelebt?
Qualitätskultur entsteht maßgeblich durch Führung. Das Verhalten von Führungskräften prägt die Mitarbeiter und damit langfristig die Kultur eines Unternehmens.
Genau hier wird der QMB noch wichtiger. Die Verantwortung für Qualitätskultur liegt bei der Führung. Der Qualitätsmanagementbeauftragte kann und soll sie der obersten Leitung nicht abnehmen – er kann sie aber fachlich dabei unterstützen, diese Verantwortung wahrzunehmen.
Ein kompetenter Qualitätsbeauftragter verfügt über aktuelles Fachwissen im Qualitätsmanagement, kennt die relevanten QM-Anforderungen und Normen, versteht betriebliche Prozesse und beherrscht wichtige Qualitätsmanagement-Methoden und -Werkzeuge sicher in der Praxis. Er erkennt Verbesserungspotenziale, begleitet Veränderungen und hilft dabei, Qualitätsmanagement im Unternehmensalltag zu verankern.
Seine Rolle entwickelt sich weiter: vom Verwalter des QM-Systems zum Berater, Koordinator und Impulsgeber für Qualität. Die Weiterbildung Qualitätsbeauftragter GFQ bereitet Teilnehmer praxisnah auf diese Aufgaben vor.
Neben fundiertem Wissen zu Qualitätsmanagementsystemen und den Anforderungen der ISO 9001 werden wichtige Methoden und Qualitätswerkzeuge vermittelt – unter anderem Qualitätsplanung, Audits, SPC, Prüfmittelmanagement, FMEA und 8D.
Der Lehrgang richtet sich an Mitarbeiter aus Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung, an Fach- und Führungskräfte sowie an alle, die sich für verantwortungsvollere Aufgaben im QM qualifizieren möchten.
Zusätzlich können Teilnehmer die Qualifikation zum Auditor DIN EN ISO 9001 1st/2nd party GFQ erwerben und damit ihre Kompetenzen für interne Audits sowie Lieferantenaudits ausbauen.
Fazit: Die Norm fordert keinen QMB – die Praxis braucht seine Kompetenz.
Die Verantwortung bleibt bei der obersten Leitung – aber gerade deshalb braucht sie kompetente Unterstützung.
Der Qualitätsbeauftragte GFQ ist mehr als ein Normenexperte. Er ist Berater der Führung, Impulsgeber für Verbesserungen und Unterstützer einer gelebten Qualitätskultur.
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